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Ausdrucksstark sind die Skulpturen von Johannes Zoller. Stark abstrahiert deutet er die Figur nur noch in der Konzentration auf die wesentlichen Körperlinien an, gibt wie beim "Schwangeren Paar" der inneren Haltung ausdrucksstarke Form. Helle Maserungen des Materials und glatte Rundungen verströmen zusätzliche sinnliche Reize.

                                               Frankfurter Rundschau

Geschwungene Linien und eine gehörige Portion Humor zeichnen die raffinierten Szenen des gebürtigen Tübingers aus. Auf zahlreichen Einzelausstellungen in Frankreich, Japan, Neuseeland und Deutschland konnte Zoller eine wachsende Sammlerschar für seine Werke begeistern. Jede seiner Bronzeskulpturen wird im Sandgussverfahren gegossen, versäubert, patiniert, poliert und gewachst.

                                                         ars mundi

...la sculpture Oreille de la terre est "l'organisme en terme de mouvement, de transformation en perpétuel équilibre en rapport avec les mouvements extérieurs de l'univers, sans jamais séparer l'organisme du psychisme".(Nguyen Van Nghi). L'artiste nous séduit par sa recherche d'un équilibre dynamique et harmonieux de l'Homme pris dans sa totalité et faisant partie intégrante du macrocosme.

                                             Dr. Inès Jeudy-Hirsinger

Betrachtet man das künstlerische Werk Johannes Zollers, so lässt sich die Weisheit der ZEN-Meister in Facetten seiner künstlerischen Arbeit, auch bei Betitelung und Sinngehalt seiner Skulpturen, erkennen. Der Bildhauer geht auf die der Natur entnommenen Elemente feinfühlig ein und lässt sich ganz von den Strukturen der verschiedenen Stoffe wie Holz, Stein und Bronze inspirieren. Er gelangt dabei zu einer klaren Formensprache, einer Aussage im Einklang mit der Natur. Auf diese offene Art der Kommunikation, die immer auch einen Gestus des Suchens impliziert, zielen die in der Ausstellung gezeigten Ölpastelle Zollers. Diese Offenheit ist jedoch nicht misszuverstehen als Beliebigkeit, sie fordert durch die Farbigkeit den Betrachter heraus, lädt ihn jedoch auch ein, sich meditativ in sie zu versenken. Sie präsentieren sich als Konglomerat von Formen und reinen Farben.

                                                Meppener Tagespost

Zitat Johannes Zoller:" Deshalb lasse ich dem Betrachter meiner Kunstwerke eine Kultivierung des Natürlichen deutlich sichtbar werden; dies strebe ich in meinen figürlich angelegten Skulpturen wie auch in den "organischen Abstraktionen an."                                                                          Zoller geht es nicht um Nachahmung, Imitation von Aspekten der Wirklichkeit, sondern um deren Transzendierung. Indem Johannes Zoller Kunst durch Kultivierung des Natürlichen schaffen will, leistet er einen Beitrag im Anschauungsunterricht zur Beförderung des Humanums dadurch, dass er beispielhaft in künstlerischen Werken unbelebte und organisch gewachsene Materialien Wärme und Leben ausstrahlen lässt, die im Umgang von Menschen untereinander oft ihresgleichen sucht. Ich wünsche den Betrachtern der Kunstwerke Augenblicke meditativer Einkehr und auch erhellende Erkenntnisse bei der Kommunikation mit den Werken eines Künstlers, der einen gelungenen Brückenschlag vollzieht zwischen den traditionellen spirituellen Kulturen des Ostens und den künstlerischen Entwicklungen der westlichen Moderne.                

                                                      Jürgen Thom

<Ars concordia>

Die Arbeiten von Johannes Zoller sind von Transparenz begleitet, wie reifes Obst, das seinen Kern zeigt. Wir haben hier weniger mit einer künstlerischen Seele zu tun, die uns an den eigenen Höhen und Tiefen Anteil haben lässt, sondern vielmehr mit einer schöpferischen Individualität, die alles um sich und in sich beleuchtet. Eine solche Ästhetik der Offenheit beruht auf viel Disziplin und kann erst dann ein Werk begründen, wenn die Brücke zur Moral, zur Ethik und aktiven Religiosität auch offen bleibt. Wenige Künstler dürfen sich in der dünnen, frischen Luft dieser Höhen so natürlich bewegen.

Seine Malerei überrascht durch eine erhöhte Farbdynamik, die aber als letzte Wirkung Ruhe, Kraft und Frische ausstrahlt. Es ist hier ein Meisterzeichen am Werk: die Kraft des Zusammenführens der Gegensätze, <discordia concors>, als höchste Metapher. Spielerisch gesagt, haben wir es hier mit der Landschaft seines Landes zu tun, einer Landschaft, die ernährt und erheitert, aber auch bewusst träumen lässt. Ich glaube, dass er hier neue Wege eröffnet, und das wir über seine Malerei noch zu sprechen haben werden.

                        Mihai Tropa, Schriftsteller + Kunstkritiker


Grenzerfahrung: Beim Werden dem Sein Nachspüren

Johannes Zoller spürt beim Werden dem Sein nach. Und damit meint er nicht nur seine Kunst. Grund genug für den Kreiskunstverein, den erst seit einigen Monaten in Gütersloh ansässigen Bildhauer und Maler jetzt im Studio des Veerhoffhauses vorzustellen. Was er im Studio zeigt, sind Formen mit organischem Charakter, ohne das sie naturalistisch wirken. Er lässt sich führen von seinen Gedanken und seinem Verlangen nach der "reinen", vollendeten Form. Kein vom Intellekt gesteuertes Tun, kein Wirken, das durch eine begriffliche Einsortierung oder eine Vorstellung bereits in ihrem endgültigen Sein festgelegt wäre. Es geht um ureigenste Ich - Erfahrungen, um das psychische Zerstören von Bildern im Kopf als Beginn eines wirklichen, absolut freien Schaffenprozesses. Auch Zoller will "zum Wesentlichen" vordringen, " denn das ist letztlich bei allen Völkern gleich, auch wenn sie es unterschiedlich formulieren oder darstellen." Die Suche nach der Universalität des einen Gesetzes. Der Künstler nennt es "formende Dehnung des Sehnens"- andere " Gott ".

                                               Die Glocke

                                                 



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